He-Man and the Masters of the Universe                                               Daniel Winter

 

 

History des Classic Cartoons

 

1983 beschloss Mattel eine Zeichentrickserie von He-Man zu schaffen, um die Spielzeugserie zu promoten. Beauftragt wurde die Firma "Filmation" (auch bekannt durch Batman und Marshall BraveStarr). Als die erste Staffel im amerikanischen Fernsehen zu sehen war, setzte ein unerwartet starker Run auf die Spielzeuge ein. He-Man und die Masters wurden in Rekordzeit zu Superstars in den US-Kinderzimmern. Die Spielzeugreihe erreichte neue Rekordumsätze und Mattel hatte endlich wieder einen Mega-Seller. Obwohl der Cartoon von einigen Pädagogen und Eltern wegen angeblicher Gewaltdarstellungen kritisiert wurde, entstanden in den Jahren '83 bis '85 insgesamt 130 Folgen, sowie ein 45 minütiges Weihnachtsspecial. Es erschienen auch zahlreiche Kauf- und Leihvideos. In Deutschland lief der Cartoon gegen Ende der 80er Jahre auf Tele5. Trotz des anhaltenden Erfolges wurde der Cartoon eingestellt, um Platz für eine neue Serie zu machen: She-Ra. Die Verbindung zwischen He-Man und She-Ra wurde in einem animierten Kinofilm aufgearbeitet: "Das Geheimnis des Zauberschwerts".

 

Skeletor 200X

 
Weltweit wurden mehr als 120 Millionen ,,Masters of the Universe“-Plastikfiguren verkauft, die dazugehörige Fernseh-Zeichentrick-Serie in insgesamt 32 Ländern ausgestrahlt. Filmation ging 1987 in Konkurs, und die Rechte an dem Cartoon wurden verkauft an Hallmark Entertainment. Anfang der 90er gab es einen neuen He-Man Cartoon (New Adventures), der jedoch den Flair des alten Cartoons vermissen lies und kläglichst floppte. 2002 startete in den USA der offizielle neue Masters-Cartoon (MOTU 200X).

 

 

„Nur drei andere kennen das Geheimnis…“

 

Evil-Lyn 200X

 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Die Macher des Klassikers

 

Hinter der Umsetzung des bekannten Masters of the Universe Cartoons steckte die amerikanische Firma Filmation. Das Studio war bereits durch Serien wie Lone Ranger oder den Star Trek Cartoon ein Begriff. Als Mattel den Auftrag an Filmation vergab, mißfiel dem Firmenchef Lou Sheimer die brutale Anmutung der Figuren. Er setzte sich gegen den Widerstand von Mattel durch und stellte He-Man als sanften Helden dar, der niemals einen Gegner töten würde. So enthält der Cartoon zwar Gewalt, aber nie Tötungen. Um den Cartoon pädagogisch noch anspruchsvoller zu gestalten wurde jeder Folge am Ende eine kurze moralische Belehrung eingefügt, die sich auf den Inhalt der Folge bezog.

 

Was die zeichnerische Qualität angeht, so fällt die häufige Verwendung von Stock-footage auf, also wiederholten Einsatz gleicher Passagen. Aus Kostengründen musste Filmation auf dieses Mittel zurückgreifen. Einige Animationen, wie z.B. die Darstellung von Gewässern, ist in allen Filmation Cartoons identisch.

 

 

 

Die Charaktere (Auswahl)

 

Die Verteidiger Eternias

 

He-Man ist die Titelfigur der Masters of the Universe. Er ist eigentlich Königssohn Prinz Adam, der sich mit Hilfe des Zauberschwertes und den magischen Worten: „Bei der Macht von Grayskull, ich habe die Kraft!“ in den stärksten Mann des Universums verwandelt. Mit ihm verwandelt sich auch Cringer, der faule Kater, nämlich in den furchtlosen Kampftiger Battlecat. Diese Verwandlung ist streng geheim, und nur der Zauberin von Grayskull, Man-At-Arms und Orko bekannt. Ohne He-Man hätten König Randor und die Eternianer keine Chance gegen die bösen Mächte Skeletors. Denn He-Man nutzt seine gigantischen Kräfte nur um Gutes zu tun, und all das Böse abzuwehren. Er würde jedoch niemals jemanden töten, nicht einmal Erzfeind Skeletor, dem er gar mehrmals das Leben rettet! Alle guten Kämpfer achten und verehren He-Man, nur sein Alter Ego Prinz Adam hat damit zu kämpfen, als Softie zu gelten (schließlich kämpft er immer nur als He-Man), weshalb er oft, besonders von Teela, verspottet wird.

 

Man-At-Arms (Duncan) dient am königlichen Hofe als Waffenschmied. Oft entwickelt er neue, hilfreiche Waffen, die im Kampf gegen Skeletor eingesetzt werden. Er ist der Adoptivvater von Teela, und ist immer besorgt um sie. Als Baby übergab Teelas leibliche Mutter, die Zauberin von Grayskull, ihre Tochter an den jungen Man-At-Arms, damit er ihr ein sicheres, behütetes Leben ermöglichen konnte. Er ist die wichtigste Bezugs- und Vaterfigur für He-Man.

 

Teela ist die Adoptivtochter von Man-At-Arms. Ihre Mutter, die Sorceress/Zoar, gab sie als Baby in die Hände des Waffenschmieds, damit sie sicher am Hofe des Königs aufwachsen konnte. Eines Tages soll sie die Zauberin von Grayskull werden. Von alledem weiß sie jedoch nichts, es soll geheim bleiben. Sie ist eine geschickte Kämpferin mit perfekter Kampftechnik und Oberbefehlshaberin der Königlichen Garde. Außerdem ist sie verliebt in He-Man, kritisiert jedoch oft Prinz Adam.

 

Orko ist ein Zauberer aus einer anderen Dimension. Auf seinem Heimatplaneten Trolla war er, laut eigener Aussage, der mächtigste Zauberer (; jetzt ‚arbeitet’ er als Hofnarr). Auf Eternia funktionieren seine Tricks nicht immer - was oft zu lustigen Situationen führt. So hat besonders Man-At-Arms schon so einige Erfahrung mit Orkos „Kunststücken“ gemacht. Aber auch wenn seine Tricks nicht immer funktionieren, so ist er doch ein wichtiger Helfer der Masters.

 

Die Sorceress (Teelana) ist die mächtige Zauberin von Grayskull. Sie lebt in menschlicher Gestalt auf Grayskull, doch wenn sie es verlässt, verwandelt sie sich in Zoar, den Falken, und sie verliert all ihre Macht. Das war auch der Grund, warum sie Teela an Man-At-Arms gab. Denn Mer-Man trachtete Zoar und dem Kind nach dem Leben. Einige der unglaublichen Fähigkeiten der Sorceress sind ihre hellseherischen Kräfte, ihre Macht, in den Lauf der Zeit einzugreifen, und Tore in andere Dimensionen schaffen zu können. Immer wenn sie eine Gefahr für Eternia erkennt, ruft sie He-Man durch eine telepathische Verbindung um Hilfe.

Castle Grayskull

 

Snake Mountain

 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Die Krieger des Bösen

 

Skeletor ist der gefährlichste Gegner He-Mans. Immer wieder heckt er auf seinem Wohnsitz, Snake Mountain (die frühere Festung von King Hiss), mit seinen Spießgesellen neue Pläne aus, um die Macht über Eternia zu erringen. Das Gesetz der Serie lässt ihn natürlich immer scheitern. Einst war er der Schüler Hordaks, der ihn jedoch auf Eternia zurückließ, und nach Etheria flüchtete. Später kehrte Hordak zurück und beide kämpften als Verbündete gegen He-Man (und She-Ra). Was in der Serie nie erwähn wurde: Skeletor war früher der böse Magier Keldor - der Brüder von König Randor! Durch einen Unfall bei einem Zauber wurde sein Gesicht entstellt - Keldor gilt seitdem als vermisst; niemand kennt Skeletors wahre Identität.

 

Evil-Lyn ist die machtgierige Hexenmeisterin im Dienste Skeletors, und ihre Rachsucht ist so gefürchtet, wie ihr Hass auf He-Man maßlos ist. Mit ihren mächtigen Zaubersprüchen stellt sie eine echte Gefahr für Eternia dar! (Wahrscheinlich stammt sie von der Erde.)

 

Beast Man kann mit wilden Tieren sprechen und hat die Kontrolle über sie (außer Drachen). Doch er selbst ist nicht viel intelligenter als die Tiere, die er beherrscht. Deshalb behandelt ihn Skeletor auch besonders geringschätzig. Beastman würde sich gerne gegen Skeletor auflehnen, doch dazu ist er dann letztendlich zu feige.

 

 

Was macht He-Man zum „Helden“?

 

er ist der „most powerful man in the universe“:

-         enorme körperliche Kraft (und Geschwindichkeit)

 

trotz seiner Kraft ist er ein „sanfter Held“:

-         rücksichtsvoll, nachsichtig

-         besorgt um das Leben (seiner Freunde und Feinde)

-         zieht eine friedliche Lösung vor

-         Fantasie und Verstand sind wichtiger als physische Stärke

-         setzt sich für Schwache ein

-         kämpft gegen Vorurteile und Diskriminierung (gegen Behinderte, „Andere“, …)

-         für ein freundliches, friedliches Miteinander

-         Vergebung steht über Strafe

 

 

Und die Moral von der Geschicht…

 

Am Ende einer jeden Folge gab es einen moralischen Appell an den Zuschauer, der sich meist auf einen wichtigen Aspekt in der Geschichte bezieht. Hierbei wird oft betont, dass man eine gewalttätige Lösung eines Konflikts vermeiden sollte. Die „Helden“ setzen sich stets für ein friedliches Miteinander ein. So werden Diskriminierungen z.B. gegen Behinderte oder „Andere“ (Fremde, Ausländer) oder auch Vorurteile, wie dass alte Menschen nutzlos wären, bekämpft. Auch gibt es Warnungen vor Drogen und dass man beim Spielen stets auf seine Sicherheit achten soll. Auch wird darauf aufmerksam gemacht, dass es sich nur um eine Zeichentrickserie handelt und dass das „echte Leben“ seine eigenen Gefahren hat. Durch das enge Geflecht der Protagonisten kann man von einer (idealen) „Helden-Familie“ sprechen.

 

 

alle moralischen Appelle im Überblick (engl.)

http://www.he-man.org/cartoon/cmotu/seriesinformation/intodaysstory.shtml

 

 

Man-At-Arms:

“Being the most powerful man in the universe isn't all that makes He-Man such a great hero. Being strong is fine, but there's something even better. In today's story He-Man used something even more powerful than his muscles to beat Skeletor. Do you know what it was? If you said 'his brain,' you were right. And just like a muscle, your brain is something you can develop to give yourself great power.”

 

Man-At-Arms:

“Being strong and powerful is wonderful. But you know what? There are some things even more wonderful. Things like imagination and intelligence. In today's story it wasn't He-Man's muscle that saved us, it was more Adam's clever mind and quick thinking. Exercising so you can be as strong as possible is a good idea. But exercising your mind like reading books and yes, doing your homework, that's also a very good idea. Think it over.“

 

Teela:

“In today's story, I went in search of my mother. I found her, but I also found something else; that the man who had cared for me since I was a baby, who loved me as he would his own daughter, was just as much my father as any parent could be. And so whether they are someone we were born to or whether they chose us to adopt, it doesn't matter. The ones who protect us, and teach us, and love us; they are the ones we call mother and father. And they deserve the same kind of love from us. Until next time.”

 

He-Man:

“I hope you enjoyed today's adventure. You know television is not the only way to be entertained by an exciting story. There is another way; it's called reading. And one of the wonderful things about books is that they allow you to choose whatever kind of adventure you like; a trip with an astronaut, an adventure with the great detective Sherlock Holmes, a comedy, anything. You can find it in a book at your school or neighborhood library. Why I'll bet there are even some good books right in your own home just waiting to be read.”

 

He-Man:

“Sometimes movies and television adventure series like this one make it seem as though shooting a gun, fighting, and taking chances are fun and exciting things to do. And what's more, the good guys never get hurt. But in real life, people do get hurt, even killed, when they fight or use guns. Make believe can be fun, and there's nothing wrong with imagining great adventures. But never forget, that when it's the real thing, someone can get hurt. Even the good guys. Even you.“

 

 

Die Comics

 

Als Beigabe zu den Spielfiguren gab es eine Reihe von Minicomics. Diese entstanden jedoch teilweise unabhängig von Cartoon, weshalb es bei manchen Charakteren erhebliche Unterschiede gibt. Außerdem erschienen „normale“ Comics; in den USA bei D.C. und Marvel, in Deutschland u.a. bei Ehapa. Zur aktuellen Toyline gibt es auch wieder eine Comicreihe – bei MV Creations bzw. Panini/Dino.

 

 

Die Hörspiele

 

Die Hörspiele, die zu "He-Man und die Giganten den Universums" erschienen, waren ein rein deutsches Phänomen. Einzig und allein bei uns gab es diese Produktionen zu kaufen, und sie erfreuten sich lange Zeit enormer Beliebtheit. Daher gibt es auch heute noch große Bestände der frühen Ausgaben, erst nach etwa 30 Folgen nahm die Kaufgunst, und damit die Auflage, dann immer mehr ab. Insgesamt entstanden in den Jahren 1984 bis 1987 37 Folgen bei den "Europa" Tonstudios.

 

Es gab dabei zeitweise zwei Versionen zu kaufen: die normale Hörspielkassette und ein Set mit einem dazugehörigem Malbuch, erschienen unter dem Namen "Europa Remus". Damals gab es in fast jedem Supermarkt ein Remus-Regal, dass strategisch geschickt vor der Kasse platziert war. J

 

Die Inhalte der Folgen sind übrigens exklusiv für "Europa" geschriebene Geschichten, sie wurden nicht aus der TV-Serie übernommen (wie etwa bei der Hörspielreihe zu "Alf"). Das hatte jedoch dafür den Nachteil, dass die Sprecher häufig nicht mit denen der TV-Serie übereinstimmten. Zur Qualität der Stories lässt sich sagen, dass es, wie bei allen He-Man- Produktionen sowohl richtig spannende und gut gemachte, als auch sehr schwache Folgen gibt, die teilweise sogar etwas unfreiwillig komisch waren, da es einige grobe Fehler in den Stories gab: z.B. wusste Teela, dass die Zauberin von Grayskull ihre Mutter ist - im Gegensatz zum Cartoon (Episode 6 „Teela's Quest“). Auch ist Teela die Herrin über Eternia; Zoar ist ein Mann; He-Man ist nicht nur äußerst arrogant und plump, sein Lieblingsessen ist auch noch Rinderbraten…

 

Außerdem gab es noch eine Cassette, die mit einigen Figuren der „New Adventures“ He-man Serie verkauft wurde. Hier wird die Geschichte erzählt, die den Wechsel He-Mans von Eternia in eine neue Dimension erklärt.

 

 

 

Die Kinofilme

 

Zu He-Man entstanden zwei sehr unterschiedliche Kinofilme: ein Zeichentrickfilm (s.o.) sowie ein Realfilm mit Dolph Lundgren in der Rolle des He-Man.

 

Der Trickfilm war größtenteils aus den ersten She-Ra Episoden zusammengeschnitten und lief in Deutschland nur in wenigen Kinos. Trotzdem war und ist er sehr beliebt bei den Fans. Für viele der einzig wahre He-Man Film.

 

Lange Zeit wagte sich kein Hollywood-Studio an eineVerfilmung. Erst Cannon investierte 1987zusammen mit dem Spielwarenhersteller 20 Millionen Dollar und verpflichtete den vierfachen Oscar-Preisträger Richard Edlund für die visuellen Special-effects und den Illustrator William Stout, der bereits für die "Conan"-Filme gearbeitet hatte, als Produktionsdesigner. Im Gegensatz zu anderen Comicverfilmungen (wie Superman oder Batman) war er jedoch kein Kassenknüller. Ein Grund war wohl die Starke Differenz zwischen Zeichentrick und Realfilm. Es kamen nur wenige der bekannten Cartoon-Charaktere vor, und diese waren, mal abgesehen von He-Man, kaum als diese erkennbar. Es mag aber sicher auch daran gelegen haben, dass die meist noch sehr jungen He-Man Fans ihn gar nicht im Kino sehen durften, da er erst ab 16 Jahren freigegeben war. Daher wurde die geplante Fortsetzung nicht mehr realisiert.

 

USA 1987 ; 106 Min.; Regie: Gary Goddard; Buch: David Odell; Kamera: Hanania Baer; Schnitt: Anne V. Coates; Musik: Bill Conti

Deutsche Erssaufführung: 17.12.1987

Besetzung: Dolph Lundgren (He-Man), Frank Langella (Skeletor), Meg Foster (Evil-Lyn), Chelsea Field (Teela), Courtney Cox (Julie Winston)

 

Inhalt: Der intergalaktische Bösewicht Skeletor hat den Planeten Eternia erobert und dessen magische Zauberin gefangen genommen. Der starke Krieger He-Man versucht, mittels des kosmischen Schlüssels den Planeten und die Zauberin zu befreien. Durch Zufall wird eine kalifornische Kleinstadt zum Kampfplatz zwischen Gut und Böse.

 

Momentan gibt es Gerüchte um einen neuen Realfilm der aktuellen Toyline, mit welchem She-Ra eingeführt werden soll.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Links/Quellen

 

http://www.he-man.de (History, Toys, Charaktere)

http://www.planeteternia.de (Forum)

http://www.he-man.org (engl., viele Specials)

http://www.mastersoftheuniverse.de (Mattel, MOTU 200X)

http://www.thecafewha.com (classic toys)