Ruhr-Universität Bochum                                            Leonie Lippmann

Seminar: Person und Figur                                           B.A. Komparatistik / Geschichte

Prof. Dr. Schmitz-Emans, Prof. Dr. Beilenhoff             3. Semester

WS 2003 /04

   

          Referat: Der Held als Gott, der Held als König bei Thomas Carlyle

 

1. Der Held als Gott

·        Helden sind große Menschen, Führer der Menschen; Bildner, Schöpfer von allem, was die Gesamtheit der Menschen zu Stande gebracht hat; man kann einen Helden nicht betrachten, ohne Gewinn daraus zu ziehen

·        Religion: was ein Mensch sich zu Herzen nimmt und für gewiss hält in Bezug zu dieser Welt und zu seiner Pflicht und Bestimmung auf dieser Welt, das ist seine Religion

·        Heidnische Mythologie: ein unerklärliches Wolkengebilde, das für wahr gehalten wurde, das wichtigste daran ist die Heldenverehrung, diese ist der Keim des Christentums

·        Heroarchie oder Hierarchie: Heldenherrschaft, unsere Gesellschaft ist auf Heldenverehrung gegründet: ein Mangel an wahren Helden führt zur Revolution

 

 

2. Der Held als König  

·        Ist die Verkörperung aller Gestalten des Heldentums: Priester, Lehrer, Befehlshaber

·        Wenn ein Land vom Befugtesten, Edelsten, Gerechtesten als König regiert würde, wäre dies der Idealzustand und keine weitere Regelung durch eine Verfassung oder Wahlen könnte dies verbessern. Dieser Idealzustand ist aber nicht erreichbar.

·        Göttliches Recht erkennt Carlyle nur einem „wahren König“ zu.

·        Es ist die Aufgabe eines jeden Menschen, aus Unordnung Ordnung zu machen und auf Formen zu achten, denn nur die geformte Welt ist bewohnbar.

·        Kein Untertan vermag etwas ohne König, aber ein König vermag etwas ohne Untertanen.

 

 

                                                        

Literatur: Carlyle, Thomas: Helden, Heldenverehrung und das Heldenthümliche in der Geschichte. Von Thomas Carlyle. 6 Vorlesungen. Deutsch von I. Neuberg. Berlin: Decker, 1853. 435 S.